Junger Chor zurück vom Probewochenende

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oto: Martin Kaistra

Im verschneiten Rot an der Rot versammelte sich der Junge Chor St. Columban von Freitag, den 13.01. bis Sonntag, den 15.01.17 und bereitete sich unter der Leitung von Marita Hasenmüller mit intensiven Proben auf die Aufführungen des Jahres 2017 vor.

Neben der Messe Missa antiqua von Wolfram Menschick, die gemeinsam mit dem Chorprojekt am Ostersonntag gesungen wird, findet in diesem Sommer noch ein besonderes Konzert statt. Der Kolumbanchor aus Rorschach in der Schweiz feiert 2017 sein 250jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass treffen sich die beiden Chöre zu einem Jubiläumskonzert am 25.Juni in Rorschach.
Aufgeführt wird Dominus regnavit von Johann Michael Haydn, das Ave verum von Wolfgang Amadeus Mozart, das Magnificat und Missa brevis in g von Nikolaus Betscher. Betscher leitete von 1798 bis 1803 als Abt das Kloster Rot an der Rot, in dem der Junge Chor zu Gast war und komponierte im Kloster diese Stücke, was den Sängerinnen und Sängern während der Proben ein wenig das Gefühl gab, Musik nach Hause gebracht zu haben.

Das Konzert wird am 26.November 2017 in der St. Columban Kirche in Friedrichshafen wiederholt.

Nikolausfeier vom Helferkreis Asyl

Vergangenen Samstag lud der Helferkreis Asyl wieder zur alljährlichen Nikolausfeier in die Arche ein.

Der Einladung folgten rund 100 Kinder und Erwachsene aus dem Heim in der Paulinenstraße und Anschlußunterbringungen in der Gemeinde.

Es wurde gemeinsam ein Christbaum geschmückt und der Nikolaus kam mit Geschenken.

Alle verbrachten einen gemütlichen Nachmittag bei Plätzchen, Früchtebrot und Punsch.

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Artikel aus dem Südkurier vom 12.12.16:

http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/friedrichshafen/Gemeinde-St-Columban-feiert-mit-Fluechtlingen-Adventfest;art372474,9041574

EIN HERZLICHES DANKESCHÖN UND ADIEU!

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„Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer!“

Dies ist eine schöne Ermutigung des französischen Schriftstellers und Piloten Antoine de Saint-Exupéry. Viele würden vermutlich zustimmen. Ob das auch auf das „Schiff“ zuträfe, das sich Gemeinde nennt?

Wenn man in eine Kirchengemeinde eintaucht scheinen manche Sehnsüchte und Visionen unter dem Alltagsgeschäft in den Hintergrund zu treten. Es gibt viel zu Werkeln und man sieht oft vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Es gibt viele Baustellen, die im Laufe der Zeit anstehen. Mal geht es um eine Innensanierung einer Kirche oder um die Betonsanierung einer Außenfassade. Dann braucht es energetische Maßnahmen und eine Dachsanierung oder eine Küche, die dem Ansturm der feiernden Gemeinde nicht mehr standhält.

Gleichzeitig merkt man, dass die Gemeinde und die Kirche selbst eine Baustelle mit ständigem Renovierungsbedarf ist. Und darüber hinaus sogar das Leben an sich. Hierbei geht es auch um Energie, mit der gut gewirtschaftet werden muss oder um eine Innensanierung der Seele oder eine äußere Fassade, die sich verändern darf. Gelegentlich kann es auch um Beton gehen, der im eigenen Kopf abgebaut werden will. Wer ist mit sich und der eigenen Entwicklung schon fertig?

Nun gilt es laut Exupéry nicht einfach blind drauf los zu arbeiten, sondern einer Sehnsucht auf die Spur zu kommen, die den eigenen Horizont übersteigt. Sich vielleicht sogar in einen Plan und Horizont eines Architekten einzuklinken, der weiter blickt als wir es je vermögen. Einem Gott vertrauen, der trotz Gegenwind und manchen Rückschlägen, seiner Sehnsucht für gelingendes Leben treu bleibt. Einer der den Menschen ein großartiges Leben schenkt und sie ermutigt die Segel des Lebens in den Wind zu halten und seine Weite zu wagen.

Ich bin sehr dankbar, dass ich mehr als zwölf Jahre in seinen Gemeinden in Friedrichshafen mitsegeln durfte. Hin und wieder hatte ich das Steuer in der Hand, andere Male durfte ich mich zurücklehnen und als einer unter vielen mitsegeln. Hier und da ging es volle Kraft voraus, manchmal kamen wir nur schwer voran oder kamen sogar etwas vom Kurs ab. Ein anderes Mal kam Gegenwind auf oder es kehrte völlige Ruhe ein.

In einer Gemeinde gelingt diese Fahrt umso leichter, je mehr sich alle dieses Horizontes vergewissern und sich bewusst sind, dass sie nicht in getrennten, sondern in einem gemeinsamen Boot unterwegs sind.
Vertrauen und Gelassenheit kann dadurch entstehen, dass
wir nicht im eigenen, sondern in Gottes Namen und seinem Reich unterwegs sind.

Dies lässt auch mich nun mit der überzeugendsten Botschaft im Herzen zuversichtlich weiterziehen, die ich in meinem Leben kennen- und lieben lernen durfte. Trotz Vorfreude auf die neue Aufgabe und einer ganz anderen Herausforderung in Paris spüre ich auch Trauer und Schmerz, mir lieb gewordene Menschen und Vertrautes und Wertvolles zurück lassen zu müssen.

Ein besonderes Dankeschön sage ich allen, die mit mir gefeiert und gelacht, gesucht und ausgehalten, gerungen, gehofft und vertraut haben. Dank an alle, die mir Gesprächspartner waren und mit offener Kritik, Ermutigung oder Bestätigung begegnet sind. Mein tiefster Dank ist aber an Gott gerichtet, der uns einen kleinen Ausschnitt seiner Sehnsucht ins Herz gelegt hat.

Um Seinen Segen bitte ich für Sie und für Euch!

Ihr Pfarrer
Markus Hirlinger

David gegen Goliath

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Seit Monaten üben der Kinderchor, Schülersingkreis und Jugendvorchor St. Columban an dem Musical „König David“ unter der Regie von Selma Öngel-Chryssowergis mit einem engagierten Team und unter der musikalischen Leitung von Marita Hasenmüller. Begleitet wird der Chor von einer Band, bestehend aus Klavier, Querflöte, Saxophon, zwei Trompeten, Cello, Kontrabass und Schlagzeug. Um die 90 mitwirkende Sänger, Schauspieler und Musiker bringen die Geschichte des kleinen Hirtenjungen David mitreißend auf die Bühne.
David ist ein Mensch, der Schwäche zeigt, aber durch sein unerschütterliches Gottvertrauen am Ende doch erfolgreich bleibt. So hat er als jüngster Sohn im Schatten seiner sieben Brüder die schlechtesten Voraussetzungen vom großen Propheten Samuel zum König gesalbt zu werden. Und doch erwählt Gott gerade ihn. Auch im Zweikampf gegen den übermächtigen Goliath scheint er keine Chance zu haben, aber Gott schenkt ihm den Sieg. Es zeigt sich: Gottes Kraft geht oft unkonventionelle Wege und beginnt im ganz Kleinen um groß zu werden.
Die 10- jährige Elisabeth Lutat spielt den Hirtenjungen David und findet, die Rolle passe gut zu ihr, weil sie gerne genau so mutig wie er sein möchte. Außerdem darf sie ganz alleine einen Psalm singen wie der musikalische Harfe spielende David. König Saul wird von dem 12-jährigen Sebastian Schmidt dargestellt. Mit dem vielen Text, den er lernen musste, steht er nicht auf Kriegsfuß, sondern mit den Philistern. Er freut sich über die ganz unterschiedlichen Emotionen, die seine Königsrolle ihm bietet: mal wütend, entsetzt, eifersüchtig und traurig, und auf der anderen Seite richtig glücklich und vergnügt. Der junge Erwachsene Johannes Hauke mimt den Riesen Goliath. Für ihn ist es ganz spannend unter all den wuseligen kleinen Darstellern. Sie sehen ihn als den Großen, als ein Vorbild und haben vielleicht auch ein wenig Respekt oder gar Angst vor ihm in seiner Rolle. Er findet es schön, ein Teil des Ganzen zu sein und von der pulsierenden Energie mit den „Kleinen“ zu agieren. Wer sich diese spannende Geschichte nicht entgehen lassen möchte, sollte sich am Samstag um 16 Uhr in der Kirche St. Columban einen Platz sichern.