20 Jahre und kein bisschen leise

Theaterfreunde St. Columban feiern 20-jähriges Jubiläum – Fest am 5. November für alle Freunde und Anhänger
Wie alles angefangen hat? „Plötzlich lag ein gelber Zettel im Briefkasten auf dem stand,  dass man sich doch mal treffen könne, um eine Theatergruppe zu gründen“, lacht Christa Mangold, eine Frau der ersten Stunde. Der „gelbe Zettel“ kam vom damaligen Vikar Edgar Briemle. Dieser, für seine spontane und immer wieder überraschende Art bekannt, hatte tatsächlich Erfolg mit der ungewöhnlichen Einladung und im Frühjahr 1992 wurde das erste Stück der Theaterfreunde St. Columban aufgeführt. „Eine verrückte Familie“ hieß die Komödie und wurde im Gemeindehaus Arche, wo auch heute noch die Aufführungen stattfinden, gezeigt. Und von der ersten Truppe sind auch heute noch vier Schauspieler dabei: Hedi Metzler, Rita Metz, Alfred Seitzer und eben Christa Mangold. So einige komische Rollen haben sie in der Theaterzeit eingenommen. Mal als Magd, mal als schicke Tante, dann wieder als klatschnasse „Pfarrhausere“, als verschlafener Straßenkehrer, liebender Opa oder als „Mistgabeldragoner“ sind die vier über die Bretter, die für zwei Wochenenden im Jahr für sie die Welt bedeuten, gegangen. „Das ist zwar im Endspurt immer sehr stressig, doch wir haben immer einen Riesenspaß dabei“, sind sie sich einig.
In den 20 Jahren haben die Theaterfreunde so einige Erfahrungen gesammelt und Veränderungen durchgemacht. Inzwischen ist die Schauspielerzahl erheblich gestiegen und vor allem können sich die Urgesteine beinahe nicht mehr vorstellen, wie sie am Anfang ohne all die fleißigen Helfer, die nach und nach zu den Theaterfreunden gestoßen sind, auskommen konnten. Im Gegenzug dazu wissen die „Frischlinge“, von denen viele auch schon über 10 Jahre aktiv dabei sind, nicht, wie sie ohne ihre „alten Hasen“ spielen könnten. „Denn das ist das Besondere am Columbaner Theater: Wir haben Schauspieler in jedem Alter. Bei uns ist die Oma eben eine richtige Oma und die Enkelin eine echte Enkelin“, betont Regisseur Georg Hesse. Dass sich alle Generationen auch noch so gut miteinander verstehen, das ist wirklich außergewöhnlich. „Alle freuen sich, wenn im Januar wieder die Proben anfangen und wir uns wieder regelmäßig sehen“, erzählt Vorsitzender Emil Heilborn und kann sich ein Lachen nicht verkneifen, wohl wissend, dass dann die oft anstrengenden Theatervorbereitungen auch ab und an an den Nerven zehren werden. 
Doch bis dahin ist noch Zeit. Und diese will die Gruppe nicht ungenutzt verstreichen lassen. Kassierer Alfred Seitzer hat zum Jubiläum seinen großen Taschenrechner gezückt und errechnet, dass die Theaterfreunde St. Columban in den vergangenen 20 Jahren bereits 43.000 Euro aus ihren Einnahmen an karitative und soziale Einrichtungen gespendet haben. „Ein Grund zum Feiern“, haben sie sich dann gedacht. Und nun ist aus der Idee ein spannendes Abendprogramm geworden. Am 5. November sind alle Freunde und Anhänger der Theaterfreunde St. Columban eingeladen mit zu feiern. Das Fest beginnt um 18.30 Uhr mit einem Festgottesdienst in St. Columban, der von Gründungsvater Superior Edgar Briemle gestaltet wird. Anschließend erwartet die Gäste im Gemeindehaus Arche ein bunter Abend. Es gibt Interessantes über die Gründung der Theatergruppe, die Gäste erfahren, wohin die Spenden gingen, kleine Einspieler und viele Einblicke sind garantiert. 

„Eine verrückte Familie“ war das erste Stück, das die Theaterfreunde vor 20 Jahren auf die Bühne brachten. Am Samstag, 5. November feiern sie ihr rundes Jubiläum, zu dem sie herzlich einladen.

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