Ökoaudit

Wissen Sie, was KirUm ist? Der Pfarrer in der Karikatur weiß es bestimmt auch nicht, aber als geübter Prediger funktioniert er ein zu Aschermittwoch oft gehörtes Wort in eine Anweisung an seine Hausdame um und beschreibt damit eine der gültigen Regeln für umweltschonendes Abfallmanagement: Sorgfältige Sortierung der Abfälle ist Voraussetzung für eine umweltgerechte Entsorgung.
Also: KirUm bedeutet "Kirchliches Umweltmanagement“. Wie bereits im Kirchenanzeiger vermeldet, beteiligen sich in unserer Diözese 12 Kirchengemeinden, darunter die Gemeinde St. Columban, an einem Pilotprojekt "Umweltmanagement in Kirchengemeinden“. Zu Christi Himmelfahrt haben wir unsere ersten Ergebnisse präsentiert.
Ursprünglich bestand das Öko-Team der Gemeinde St. Columban aus den Herren Jörg Althaus vom Jugendheim Seemoos, der uns im oft ungewohnten Gelände der Vorschriften half und noch hilft, den Durchblick zu bewahren, Ulrich Baum, Bernard Hunold, Felix von Kienlin, Robert Lapinski, Reinhard Thül und Wilfried Teiber. Wilfried Teiber ist nach langer schwerer Krankheit am 23. Mai 2007 gestorben. Wann immer es seine Krankheit zulies, hat er uns mit seiner reichen beruflichen Erfahrung geholfen. Wir haben seinen Lebensmut bewundert.
Wir ahnen jetzt, daß wir uns da Arbeit aufgeladen haben, die wir ernst, aber, wie die Karikatur zeigt, auch nicht verbissen nehmen wollen. Die ersten Befunde zeigen, daß es in unserer Gemeinde durchaus ökologische Ansatzpunkte gibt: kirchliche Einrichtungen wie unsere Gemeinde verbrauchen Heizenergie, Strom und Wasser und, an den von Ihnen so sehr geschätzten Gemeindefesten, auch erhebliche Mengen an Abfällen. Dabei wird durchaus schon nach ökologischen Regeln gehandelt, aber Verbesserungen sind allemal möglich.
Was wir noch vor uns haben: Die Bestandsaufnahme zu Ende zu führen. Auf dieser Basis wollen wir konkrete und verbindliche Ziele, Maßnahmen und Verantwortlichkeiten festlegen. Damit das durchsichtig bleibt, wird ein Handbuch zusammengestellt, in dem das alles beschrieben ist. Sodann werden wir eine Umwelterklärung formulieren, in der wir auch nach außen hin über Ziele und Maßnahmen informieren. Letztlich prüft ein Umweltgutachter, ob das alles mit der Realität in unserer Gemeinde und mit den Anforderungen der Umweltverordnung für Kirchengemeinden übereinstimmt.
Wir werden Sie, liebe Leser, über das Projekt auf dem Laufenden halten. und hoffen auf Ihr engagiertes Mittun, es gibt noch Platz in unserem Team
