Archiv der Kategorie: Gemeindeleben

Kurz und knapp…

Liebe Gemeinde, ich möchte Sie nicht mit vielen Worten aufhalten: Es muss noch mal eine Verdichtung bei den Gottesdiensten geben. Der sonntägliche Alltag hat sich soweit ganz gut eingespielt, aber wir werden im kommenden Kirchenjahr auch die großen Hochfeste in den Blick nehmen müssen. Zunächst die schlechte Nachricht. Es wird keine Feier der Christnacht um 22 Uhr mehr in St. Columban geben. Sie sind herzlich am Heilig Abend nach St. Petrus Canisius eingeladen. Die gute Nachricht: Das weihnachtliche Hochamt findet künftig in St. Columban statt mit besonderer musikalischer Gestaltung wie gewohnt. Hier sind die Canisianer zu uns eingeladen. Dort findet weder um halb zehn noch bei der italienischen Gemeinde am ersten Weihnachtsfeiertag ein Gottesdienst statt. Zum Jahresauftakt wird es um 11 Uhr in St. Nikolaus keine Eucharistiefeier mehr geben und schließlich werden an Ostern die beiden Gottesdienste der Auferstehungsfeier morgens um sechs und des Hochamts um 9:30 Uhr bei uns zusammengefasst. Es wird nun ein früherer feierlicher Gottesdienst um 8 Uhr angeboten, ebenfalls mit musikalischer Gestaltung. Dies kann etwas ganz Besonderes werden.

Ich kann sie nur bitten, diese Entscheidungen unseres Kirchengemeinderats beziehungsweise der anderen Kirchengemeinderäte und des Ausschusses der Seelsorgeeinheit mitzutragen. Wir haben uns viel Mühe mit dieser Lösung gemacht. Es ist für mich anders nicht mehr zu leisten und dennoch haben unsere Gemeinden nach wie vor einen ungeheuren Reichtum an Vielfalt und Menschen, die sich einbringen. Es war mir wichtig, dies Ihnen noch zum Ende des alten Kirchenjahr und vor dem Gemeindefest mitzuteilen.

(Pfarrer Bernd Herbinger)

Einladung zum Musical „Petrus“ am 15. und 16.11.2025

Petrus – Das Musical
von Andreas Mücksch & Barbara Schatz
Für 3-stimmigen Kinderchor, 2 Flöten & Percussionensemble

Der Schülersingkreis und der Jugendvorchor St. Columban begleitet von einem Percussion-Ensemble der Musikschule Friedrichshafen sind die Hauptausführenden dieses Stückes, das von verschiedenen Stationen im Leben des Jüngers Petrus handelt.
Die Chöre singen ein 3-stimmiges Werk, was eine besondere Herausforderung, aber auch der Reiz dieses Stückes ist. Einen weiteren musikalischen Akzent bildet die aufwendige Begleitung mit Orff- und Perkussionsinstrumenten.
Auch der Kinderchor wirkt bei einer Szene mit.
Insgesamt warten über 60 Ausführende auf ein großes Publikum.

Im Anschluss gibt es anlässlich des Columbanfestes in der Arche
Kaffee und Kuchen – Wir freuen uns auf Sie!

Von der Kirchenbank zur Gartenbank

Die Mühlen der Kirche mahlen langsam, aber sie mahlen.
Warum also sollten die Ehrenamtlichen hudeln? Die letzten Bankreihen sind raus, die Stromleitungen fast fertig, die U Steine am Vorplatz brav aufgereiht, und die alten Bänke draußen glänzen im frischen Anstrich. Der Holzzuschnitt für die U-Steine lässt zwar noch auf sich warten (Fachkräftemangel lässt grüßen) – aber genau jetzt ergibt sich die einmalige Gelegenheit: Die alten Gestelle der Kirchenbänke suchen ein neues Zuhause! Gegen eine kleine Spende werden sie abgegeben – und schon entsteht daraus eine Gartenbank, Balkonbank, Lümmelbank oder was auch immer. Mal ehrlich: Wer kann schon angeben, dass er täglich die Kirchenbank drückt? Und für die echten Holzliebhaber gibt’s auch noch Mahagoni – allerdings nicht gratis. Der Kubikmeter schlägt am freien Markt derzeit mit ca. 4.000 Euro zu Buche. Dafür bekommt man aber auch:

  • 33 mm starkes Edelholz fast mit 60 Jahren Reifezeit
  • jahrzehnte lang im Weihrauch-Dunst veredelt
  • erprobt von unzähligen Gläubigen
  • gestärkt durch zahllose „mea culpa!“
  • Kurzum: mehr Segen im Holz geht nicht.

Wer sich ein Stück dieser himmlischen Kostbarkeit sichern möchte, darf gerne großzügig spenden – für die vielen Projekte von St. Columban:

  • die Minis brauchen neue Zelte
  • die Pfadis träumen von Kanus
  • die Chöre singen sich arm, bevor sie reisen können
  • der Helferkreis Asyl freut sich über Spielzeug
  • die BoCo-Senioren wünschen sich auch mal was
  • und die Vesperkirche steht sowieso wieder an

Also: Wer demnächst auf einer originalen Columbank sein
Viertele schlotzen möchte, melde sich bitte im Pfarrbüro
oder direkt bei Uli Baum.
(Uli Baum)

150 Jahre Kolping in Friedrichshafen – wir feiern Jubiläum am 12. Oktober 2025

1875 wurde in Friedrichshafen der Katholische Gesellenverein gegründet. Adolph Kolping, ein spät berufener Priester, der aus dem Handwerkerstand kam, hatte es sich zur Aufgabe gemacht, wandernden Gesellen Unterkunft und Weiterbildung zu bieten. Dazu gründete er in vielen Städten Deutschlands und in den benachbarten Ländern die Gesellenvereine, die in das Kolpingwerk mit der Zentrale in Köln eingebunden waren. Hier fanden die Gesellen Unterkunft, Heimat und Weiterbildungsmöglichkeiten auch religiöse Begleitung war wichtig. Die Gesellenvereine waren in allen Städten – so auch in Friedrichshafen – geschätzt und geachtet. Im Laufe der verschiedenen politischen Entwicklungen gab es Hochs und Tiefs im Vereinsleben. Anfang der 30er Jahre wurde aus dem Katholischen Gesellenverein die „Kolpingsfamilie“. In der Zeit des Naziregimes lag das Vereinsleben brach.
Erst nach dem Krieg wurde die Kolpingsfamilie wieder neu belebt und es kamen gute Jahre, in denen wieder junge Menschen Heimat und Geselligkeit im neuerbauten Kolpinghaus fanden. Seit 1966 ist das Kolpingwerk für Frauen geöffnet und auch in Friedrichshafen wurden Frauen Mitglieder. In dieser Zeit änderte sich das Aufgabenfeld für die Kolpingsfamilien allgemein und auch für die Kolpingsfamilie in Friedrichshafen. Fortbildung, Freizeitangebote und Unterhaltung gab es auch außerhalb der Vereine. Man brauchte sich nicht mehr zu binden. Trotzdem existiert die Kolpingsfamilie in Friedrichshafen weiter, ja es gibt sogar inzwischen vier Kolpingsfamilien und wir nennen uns seit 1997 „Kolpingsfamilie St. Columban Friedrichshafen e.V.“.

Die Aufgaben heute in Friedrichshafen und anderswo sind:

Christliche Werte in unsere nicht mehr christlich geprägte Gesellschaft einzubringen, Heimat, Familienhaftigkeit und Stärkung des Einzelnen.

Bildung und Information für die Mitglieder, dass sie kritische und aufmerksame Bürger sind, die sich einmischen.

Das einzelne Mitglied soll als Christ Flagge zeigen, Talente und Begabungen erkennen und weiterbilden. Die Kolpingsfamilie stärken durch Mitarbeit und Verantwortungsbereitschaft.

Das Internationale Kolpingwerk ist heute in 53 Ländern der Erde vertreten. Es leistet notwendige Entwicklungsarbeit, will Aufbauhilfen zur Selbsthilfe geben und Partner sein zum gegenseitigen Austausch und Lernen.

Die Kolpingsfamilie „St. Columban“ leistet auch durch ihre Spenden aus dem Erlös vom Waffelstand auf der Bodenseeweihnacht ihren Teil dazu. Als katholischer Verband hat das Kolpingwerk seinen Schwerpunkt in „Christsein mit Herz, Hand und Verstand, in der Kirche verwurzelt, offen für die Welt, in der Gegenwart, die Zukunft im Blick“. Gestärkt werden wir durch unser Gottvertrauen.

Bild Adolf Kolping (1813 – 1865)
Adolf Kolping (1813 – 1865)